Eine nächtliche Begegnung
Tagelang war sie bereits gelaufen und in mancher Nacht hatte sie nur eine kurze Rast eingelegt, so eilig hatte sie es, vorwärts zu kommen. Immer schwerer fiel es ihr, sich auf den müden Beinen zu halten; geschweige denn mit trägen Schritten weiter und weiter zu traben, derweil ihre Hüfte mit jeder Bewegung ein wenig mehr zwickte. Unruhig fuhr ihr Blick stetig hin und her, obgleich sie ihre Umgebung schon längst nicht mehr bewusst wahrnahm. Ihre Gedanken waren ganz und gar bei dem jungen Mann, der immer wieder in ihre Träume eindrang. Dutzende Male hatte er sich ihr in den vergangenen Monaten bereits gezeigt und doch nie offenbart, woher er kam; wohin er gehörte …
